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Arbeitsgruppe Zelluläre Adhäsion

Zelluläre Adhäsion

Das erste Beurteilungskriterium für die Einsatzfähigkeit eines neuen Biomaterials ist seine Biokompatibilität, die Verträglichkeit im Organismus am Ort seiner Wirkung. Die aktuellen Herausforderungen auf dem Gebiet der Biomaterialforschung gehen darüber hinaus und bestehen darin, bioaktive Materialien herzustellen, die das umgebende Gewebe des Organismus spezifisch beeinflussen, z. B. eine Regeneration induzieren. Dazu sind Eigenschaften der Materialien geeignet, die Zellen hinsichtlich Differenzierung, Proliferation und Mígration spezifisch steuern. Kenntnisse über die molekularen Wechselwirkungen des Biomaterials mit dem Biosystem sind dabei von besonderer Bedeutung. Im Kontakt mit Biomaterialien sind insbesondere die Mechanismen der Wechselwirkung von Zellen über ihre Integrinrezeptoren mit der extrazellulären Matrix die wesentlichen Faktoren für die Regulation des biologischen Gewebes. Die extrazelluläre Matrix ist ein komplexes Netzwerk aus Makromolekülen, wie Proteine (z. B. Kollagen, Fibronektin, Laminin) und Polysaccharide (z.B. Glucosaminoglykane), die von Zellen ausgeschieden wird und die Interzellularsubstanz bildet.

Folgende Themen stehen im Fokus:

Ein Fokus unserer Forschung liegt auf primären zellulären Mechanismen an der Grenzfläche zum topographisch und chemisch modifizierten Biomaterial, Zell-Biomaterial Interaktion:

  • Integrin-vermittelten Adhäsion der Zellen
  • Signaltransduktion über Integrinrezeptoren
  • Intrazelluläres Kalziumsignalling
  • Zeitabhängige Analyse der Aktinzytoskelett-Organisation
  • Regulation der Zellfunktionen Migration, Wachstum, Differenzierung am Interface
  • Mathematische Korrelation physiko-chemischer Parameter der Materialien mit zellulären Parametern
  • Quantifizierung konfokalmikroskopischer Bilder
  • Modellierung der Biosystem-Material Interaktion

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Weiterleitung mechanischer Reize via Integrinrezeptoren, Mechanotransduktion:

  • Differenzierung von Stammzellen durch mechanischen Reiz
  • Kalzium-Mobilisierung und Phosphorylierung von Signalproteinen
  • Simultaner Einfluss von Wirkstoffen und mechanischem Reiz

Ein neuer Schwerpunkt unserer Forschung ist die Analyse der Zellphysiologie unter Atmosphärendruckplasma:

  • Organisation von Zell-Zell-Kontakten (Tight Junctions)
  • Proliferation und Apoptose
  • Zytotoxizität
  • Zellmorphologie

Kooperationspartner, extern:

logo INP

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP)
Greifswald, D
www.inp-greifswald.de

Prof. K.-D. Weltmann,
Dr. B. Finke,
Dr. M. Polak

logo INNOVENT

INNOVENT e.V.
Jena, D
www.innovent-jena.de

Dr. Matthias Schnabelrauch

logo IS2M

Institut de Sciences des Materiaux de Mulhouse (IS2M)
Frankreich
www.is2m.uha.fr

Dr. Karine Anselme

logo MID sweden

Department of Quality Technology,
Mechanical Engineering and Mathematics,
Mid Sweden University, Östersund,
Sweden

journal.sapub.org/scit

Prof. Dr. Andrey Koptyug

logo IPT Wismar

Institut für Polymertechnologien e. V.
Wismar, D

www.ipt-wismar.de

Dr. Weissmann,
Prof. H. Hansmann

logo RTU Riga

Institute of General Chemical Engineering,
Riga Technical University
Rīga, LV-1048
rbiac.rtu.lv/en/content/contacts

Prof. Dr. Līga Bērziņa-Cimdiņa,
Dr. Jānis Ločs

Logo DTO GmbH

DOT GmbH
Rostock, D
www.dot-coating.de

Dr. C. Prinz,
Dr. E.-D. Klinkenberg

logo VITA

VITA Zahnfabrik, H. Rauter GmbH & Co. KG
Bad Säckingen, D
www.vita-zahnfabrik.com

Prof. Dr. J. Fischer

Aktuelles

"6th International Symposium on Interface Biology of Implants" (IBI)
08. - 10.05.2019
Rostock-Warnemünde, Deutschland
im 600. Jubiläumsjahr der Universität Rostock

SFB ELAINE
DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche, u.a. SFB ELAINE der Universität Rostock mit der Universitätsmedizin Rostock.

Pressemitteilung (PDF 90KB)

Zellbiologie sucht Doktoranden (65%) ab 01.07.2017 für 4 Jahre!